Rezension - Jenni Fagan - Das Mädchen mit dem Haifischherz

Freitag, 8. August 2014
Titel: Das Mädchen mit dem Haifischherz
Originaltitel: The Panopticon
Autorin: Jenni Fagan
Genre: Jugendbuch
Länge: 320 Seiten
Verlag: Kunstmann, A

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ...


Meine Meinung:
"Das Mädchen mit dem Haifischherz" ist ein Einzelband. Auf dem Cover sieht man ein Mädchen, das höchstwahrscheinlich Anais darstellen soll. Außerdem ist das ganze Cover schwarz und hat viele Verzierungen. Mir persönlich gefällt es wirklich gut - besonders, da es die Gedanken von Anais widerspiegelt. Man sieht lauter Dinge, die Anais wichtig sind, ohne die sie nicht leben kann.

Erzählt wird aus der Perspektive von Anais. Diese legt öfters vulgäre und unpassende Bemerkungen an den Tag. Allerdings erwarte ich von einer kriminellen Jugendlichen auch nichts anderes. In dem Heim, in dem Anais am Anfang des Buches landet, gibt es sowohl Mädchen als auch Jungs. Sie alle haben diese vulgäre Ausdrucksweise. Die Autorin bemühte sich aber, zumindest den Heimleitern und Betreuern eine anständige Ausdrucksweise zu geben.

Die Hauptprotagonistin Anais habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sie ist ein sehr rebellisches Mädchen, das nie lange an einem Ort bleibt und immer wieder Probleme macht. Doch für mich ist sie immer noch ein kleines Kind, das nicht weiß, wer sie ist. Sie versucht sich selbst zu finden, was ihr aufgrund ihrer schweren Vergangenheit leider nicht gelingt. Das tolle an ihr ist, das sie wirklich einzigartig ist und nicht wie all die anderen. Die restlichen Charaktere finde ich sehr interessant, in sie kann ich mich sehr gut hineinfühlen. Besonders Shortie war mir von Anfang an sympathisch, Isla aber auch.

Jeder der Charaktere hatte eine schwere Vergangenheit, die für einen normalen Menschen unvorstellbar wäre. Dies machte mich sehr neugierig, ich wollte unbedingt erfahren, was hinter jedem von ihnen steckt. Einige erscheinen einem nach der Zeit wirklich verrückt und unfähig.

Zum Schluss würde ich sagen, dass es zwar eine verrückte Geschichte ist, die man nur schwer verstehen kann, sie aber unbedingt lesen muss. Ich vergebe 4 Sterne für diese einzigartige Geschichte.

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen 
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