Rezension - Ich will doch leben! - Marliese Arold

Montag, 3. April 2017

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Titel: Ich will doch leben!
Autorin: Marliese Arold
Genre: Roman, Jugendbuch
Länge: 152 Seiten
Verlag: Loewe

Kurzbeschreibung laut Amazon.de:
Nadine kann es nicht fassen. Florian war ihre erste große Liebe, der erste Junge, mit dem sie geschlafen hat. Und nun die erschütternde Nachricht: Florian hat Aids. Nadine kann sich kaum noch auf etwas konzentrieren, denn ihre Gedanken kreisen immer wieder um dieselbe Frage: Was, wenn sie sich mit dem Virus infiziert hat? Nadine lässt einen Test machen und erhält kurz darauf den Befund: Sie ist ebenfalls HIV-positiv.

Meine Meinung:
Das Cover gefällt mir nicht wirklich. Das Mädchen darauf zeigt zwar Trauer, Verzweiflung und alles, was Nadine fühlt. Es ist mir aber einfach viel zu schlicht für so eine aufwühlende Geschichte. „Ich will doch leben“ ist ein Einzelband von Marliese Arold.

Ich habe jetzt schon zwei Bücher von Marliese Arold gelesen und muss sagen, dass mir ihr Schreibstil sehr gut gefällt. Ich war ein bisschen überrascht, als ich gesehen habe, dass dieses Buch von ihr ist, da ich eine Dulogie von ihr gelesen habe, die aus dem Genre Fantasy stammt. Ich wollte schon länger eine realistische und ernstere Geschichte lesen, sodass ich mir ohne zu zögern dieses Buch geschnappt habe.

Unsere Hauptperson in dem Buch ist Nadine. Sie ist ein typischer Teenager, die vor ein paar Wochen mit ihrem Freund Florian Schluss gemacht hatte. Florian reiste in ein anderes Land und schickte selten eine Postkarte an Nadine. Schon bald erfährt sie, dass Florian denkt, dass er HIV positiv ist und sie es vielleicht auch sein kann, da sie mit ihm geschlafen hat.

Ich muss ehrlich sagen, dass mir Nadines Gedankengänge nach dieser Szene im Buch überhaupt nicht gefallen haben. Nachdem sie das erfahren hat, wollte sie nicht einmal eine Sekunde darüber nachdenken, ob es wirklich so sein könnte. Sie sagte sich selbst, dass ihr Ex Freund übertreibt und einfach nur krank ist. Ich finde, dass das sehr unglaubwürdig ist, denn ich glaube, dass jeder zumindest darüber nachdenken würde bei so einem ernsten Thema. Egal ob dies jetzt eine Jugendliche oder eine Erwachsene ist. Erst später stellt sie sich dann endlich die Frage: Was wäre wenn?

Das Buch spielt anscheinend ein paar Jahre zuvor, denn die Leute wissen noch fast gar nichts über Aids und denken, dass es nur homosexuelle Menschen und Suchtkranke bekommen können. Soweit ich weiß, glaubten die Menschen das noch in den 80er Jahren. Obwohl es sicher vereinzelt heute immer noch Leute gibt, die nicht wissen, dass diese Krankheit jeder bekommen kann und die es einfach nicht ernst nehmen wollen.

Ich finde das Thema Aids ehrlich gesagt sehr erschreckend. Ich wurde nicht nur in der Schule darüber aufgeklärt, sondern habe mich auch selbst darüber informiert, da ich finde, dass die Leute sich viel mehr darüber informieren sollten. Jeder sollte wissen, wie man sich gegen HIV schützen kann. Es ist auf jeden Fall ein sehr schwieriges Thema, welches man nicht auf die leichte Schulter nehmen kann bzw. sollte. Dieses Thema wurde allerdings von der Autorin wirklich schön aufgegriffen. Ich hätte nicht erwartet, dass die Autorin die Emotionen die Nadine empfand, als sie erfuhr, dass sie wirklich HIV positiv war, so gut hinüber bringen konnte.

Das Ende habe ich schon vorausgesehen. Ich glaube aber, dass das ganz normal ist. Es hat mir auf jeden Fall nichts ausgemacht. Man kommt sehr schnell zum Ende, da das Buch nur 152 Seiten hat. Für mich persönlich ist es die perfekte Länge gewesen. Es ist auf jeden Fall eine sehr schöne Geschichte für zwischendurch, die mich überzeugen und berühren konnte. Ich gebe dem Buch 4 Sterne und erhoffe mir noch viel mehr von Marliese Arold zu lesen, da sie von jetzt an zu meinen Lieblingsautorinnen gehört.

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen
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